klein wird GROSS

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Gibt es das Christkind (bei anderen: den Weihnachtsmann) wirklich?

3 Kommentare

Soll ich meinem Kind die Wahrheit über das Christkind sagen?

Meine schönsten Erinnerungen an den heiligen Abend habe ich aus der Zeit, in der ich noch ans Christkind geglaubt habe. Ich erinnere mich wie magisch der Abend war, wie groß die Vorfreude und auch wie wundervoll die Wartezeit=Advent war. Dann letztes Jahr war es soweit. Meine Tochter – gerade 2 – war alt genug, um an Weihnachten richtig teilzunehmen. Die Tradition vom Christkind, das die Geschenke bringt, kann weiter gegeben werden und ihr Weihnachten magisch werden lassen.

Warum nur – nach all meinen wundervollen Erfahrungen als Kind damit – fühlte ich mich manchmal unwohl mit dem Gedanken, dass ich mein Kind „anlog“ und ihr ansonsten immer ehrlich antworte. Rechtfertigen meine magischen Erinnerungen diese „weiße Lüge“? Eine wirkliche Antwort fand ich nicht, aber ich brachte es auch nicht übers Herz ihr zu sagen, dass es das Christkind nicht gibt. (Sie hat es bis dahin natürlich schon oft von verschiedenen Personen gehört) Somit glaubt mein Kind jetzt ans Christkind und jetzt in der Weihnachtszeit (mit 3 Jahren) hat sie das Christkind mit in ihr Spiel mit imaginären Freunden eingebunden.

Oder es doch lieber in dem Glauben ans Christkind lassen?

Im Grunde habe ich mir einfach viel zu viele Gedanken über Wahrheit/Unwahrheit gemacht. Kinder, die noch ans Christkind glauben, sind doch immer noch im magischen Alter, das bis zum 6. Lebensjahr geht. Sie spielen mit imaginären Freunden, erfinden eine eigene Sprache, die nur sie verstehen und machen noch viele andere Dinge, die wir realitätsnahen Erwachsenen belächeln. Warum also soll es kein Christkind geben, das Geschenke bringt? Bei uns kommen doch auch imaginäre Freunde zu Geburtstagspartys der Puppe unserer Tochter 🙂

In diesem Jahr fühle ich mich wohl mit der Christkind-Tradition, die ich an meine Tochter weiter gegeben habe. Ich habe ihr auch gesagt, dass das Christkind nur Kindern Geschenke bringt, so können wir trotzdem Geschenke für Verwandte basteln und an Weihnachten beschenken – so dass diese auch Geschenke bekommen und nicht traurig sein müssen.

P.S.: Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade Dezember 2013 zum Thema „Weihnachtsmann – Ja oder Nein?” auf trainyabrain-blog.com teil.

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3 Kommentare zu “Gibt es das Christkind (bei anderen: den Weihnachtsmann) wirklich?

  1. Ehrlich gesagt finde ich die Tradition vom Christkind schöner als die vom Weihnachtsmann. Dieser rot gekleidete Typ, wie er heute so allgemein bekannt ist, hat mit dem Weihnachtsfest im eigentlichen Sinne gar nichts zu tun. Und vielleicht sollte man für sich als Erwachsener mal klären, was das Christkind denn überhaupt für unsere Kinder darstellen soll? Ist es nur ein Geschenkebringer, der ein bisschen Magie heraufbeschwört, oder lädt es uns vielleicht eher ein, uns die wahre Bedeutung von Weihnachten bewusst zu machen? Was schenkt uns das Christkind wirklich? Wenn wir uns darüber klar geworden sind, erkennen wir, dass uns der Glaube an das Kind in der Krippe ein Leben lang begleiten kann. Der kindliche Glaube an das Christkind mit all seiner Magie kann das eigene Kind dazu bringen, als Erwachsener die Bedeutung des Weihnachtsfestes zu erkennen. Mein Glaube an das Christkind hat sich gewandelt: der Geschenkebringer bringt uns das größte Geschenk: sich selbst, damit wir erkennen, wo unsere Wurzeln liegen, damit wir erkennen, dass wir göttliche Geschöpfe sind, eins mit allem, was lebt. Und Kinder haben dafür ein klares Gespür, das wir in ihnen mit der Geborgenheit, die sie bei uns finden, noch verstärken können. Was für ein Geschenk!

  2. Danke für diesen Gedankenanstoß. Ich spreche mit meiner Tochter über die Weihnachtsgeschichte, schaue Bücher dazu an, aber irgendwie hat das Bild vom Christkind immer nicht so wirklich (für mich) da rein gepasst, weil es so mit Geschenke bringen und kindliche Magie für mich verbunden war. So wie du es beschreibst, kann man beides vereinen.

    • Ich glaube, das liegt daran, dass wir uns das Christkind als Geschenkebringer immer wie das von Nürnberg vorgestellt haben – mit langen, goldenen Haaren, Flügeln und weißem „Nachthemd“ 😉

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